SSREXTRA32

by Sascha Müller

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  • Compact Disc (CD)

    Wir schreiben das Jahr 2015 und natürlich vergeht auch in diesem Jahr kein Monat, in dem die deutsche Technoproduktionsmaschine Sascha Müller nicht mit erstaunlicher Präzision nicht mindestens ein Album in die digitale Sphäre schleudert und mit dieser erstaunlichen Arbeitsmoral weiter an seinem jetzt schon beeindruckenden musikalischen Erbe werkelt. Nun also Nummer 32 in der unbetitelten Super Six Records Extra-Serie und, laut aktuellem Discogs-Stand, Album Nummer 171 in der Gesamtzählung seit 1998.
    Beginnt Sascha Müllers neuestes Werk noch zurückhaltend mit dem experimentell-raumgreifenden, auf abgrundtiefen Basswellen dahinschwebenden Space Ambient / Electronica-Exkurs "Envelope" zielt spätestens das darauf folgende "Nasty" direkt auf das Herz der Tanzfläche, besser noch: Der sommerlichen Open Airs mit psychedelisch-neongefärbten Vorzeichen, ruft dieser idealerweise als Psychedelic Techno zu klassifizierende Track doch Erinnerungen an den Sound diverser Proto-Goa Parties der Jahre 93/94 wach, auf denen sich noch Anhänger von Techno, schwebendem Trance und eben Psytrance gemeinsam tummelten.

    Die "Polymersubstanz" hingegen entpuppt sich als Electrotrack auf 4-2-the-Floor-Basis, dessen repetetiv verspulte Acidlines und zähflüssigen Synthesizer in einem zehnminütigen Sumpf aus ebenso zähflüssigen Polymeren gefangen scheinen. Im direkten Vergleich dazu nimmt sich der ebenfalls zehnminütige "PSI Factor" als gutlauniger, leicht Acid-versetzter Uptempo Techno aus, dessen mäandernde Synthbass-Figur nicht ohne Grund auch Assoziatonen mit Giorgio Moroders sogenannter Munich Disco und parallel dazu auch an eine dem Wahnsinn entsprungene Variante von Bronski Beats "I Feel Love" weckt.

    Mit "Rechteckwellen" tritt Sascha Müller begleitetet von komprimierten Bassdrums und treibenden Hi-Hats den Weg in die Primetime an und liefert hochfunktionalen Techno mit ravigen Einschlägen, ohne dabei gängige Klischees zu bedienen. Eine nervös vibrierende Grundfigur und sirrende Rückkopplungen reichen vollends für die gepflegte Abfahrt und auch dem SchwedenTechno-Exkurs "Republic" genügt ein einzelnes StabSignal über schwerem maschinellen Beatgeschütz, um dunkle Kellerclubs auf Betriebstemperatur zu bringen, die später mittels engelsgleich erscheinender Flächen einem sonisch-erlösenden Sonnenaufgang entgegen streben.

    Einmal warmgelaufen wird auch die hochperkussive Tribal-Abfahrt "Resolution" auf dem Mainfloor ekstatisch begrüsst, die neben dezenter Säure vor allem gut gelaunte Südamerikanismen in ihrem sich konstant komplex schichtenden Rhythmusgerüst versprüht, während "Rock That Beat" seinem Namen entsprechend den AcidRave-Wahnsinn an die Grenzen zum Hardcore treibt und unter anderem Dank tonnenschwerer Claps jede heruntergekommen Industriehalle in das verwandelt, was sich die Elterngeneration der 90er Jahre nur zu Recht als Kombination aus Hölle, Irrenanstalt und Sodom & Gomorrah unter dem Begriff 'Technoparty' ausgemalt haben mögen – hochgepitcht alberne Vocalsamples inklusive. Grossartig.

    Der "G-Fan" bezieht seinen Antrieb eher aus reizvollem Groove und der Fusion von DeepHouse-erprobten Chords mit dezent-blubbernder 303, die in der Blütezeit der Technobewegung auf jedem damaligen House-Floor mit frenetischem Jubel bedacht worden wären, heute jedoch – ohne an Qualität zu verlieren – ein wenig aus der Zeit gefallen wirken.

    Endgültig Ambient und meditativ-resonant wird es mit dem Klangschalen-fokussierten "Gong Part 04", der im wahrsten Sinne des Wortes den Endpart des Albums einläutet und Raum lässt für nachfolgende Experimente wie dem flächenschwangeren Eso-Ambient von "Space Invaders" oder dem abschliessend metallischen Drum'n'Bass-Inferno "Hacker", das Jungle-Bässe der alten Schule mit überkomprimiertem Beatgerüst und trancigen Flächen zu einem stimmigen Gesamtbild komponiert.

    Wie sagt der Engländer so schön? Nailed it!

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Wir schreiben das Jahr 2015 und natürlich vergeht auch in diesem Jahr kein Monat, in dem die deutsche Technoproduktionsmaschine Sascha Müller nicht mit erstaunlicher Präzision nicht mindestens ein Album in die digitale Sphäre schleudert und mit dieser erstaunlichen Arbeitsmoral weiter an seinem jetzt schon beeindruckenden musikalischen Erbe werkelt. Nun also Nummer 32 in der unbetitelten Super Six Records Extra-Serie und, laut aktuellem Discogs-Stand, Album Nummer 171 in der Gesamtzählung seit 1998.
Beginnt Sascha Müllers neuestes Werk noch zurückhaltend mit dem experimentell-raumgreifenden, auf abgrundtiefen Basswellen dahinschwebenden Space Ambient / Electronica-Exkurs "Envelope" zielt spätestens das darauf folgende "Nasty" direkt auf das Herz der Tanzfläche, besser noch: Der sommerlichen Open Airs mit psychedelisch-neongefärbten Vorzeichen, ruft dieser idealerweise als Psychedelic Techno zu klassifizierende Track doch Erinnerungen an den Sound diverser Proto-Goa Parties der Jahre 93/94 wach, auf denen sich noch Anhänger von Techno, schwebendem Trance und eben Psytrance gemeinsam tummelten.

Die "Polymersubstanz" hingegen entpuppt sich als Electrotrack auf 4-2-the-Floor-Basis, dessen repetetiv verspulte Acidlines und zähflüssigen Synthesizer in einem zehnminütigen Sumpf aus ebenso zähflüssigen Polymeren gefangen scheinen. Im direkten Vergleich dazu nimmt sich der ebenfalls zehnminütige "PSI Factor" als gutlauniger, leicht Acid-versetzter Uptempo Techno aus, dessen mäandernde Synthbass-Figur nicht ohne Grund auch Assoziatonen mit Giorgio Moroders sogenannter Munich Disco und parallel dazu auch an eine dem Wahnsinn entsprungene Variante von Bronski Beats "I Feel Love" weckt.

Mit "Rechteckwellen" tritt Sascha Müller begleitetet von komprimierten Bassdrums und treibenden Hi-Hats den Weg in die Primetime an und liefert hochfunktionalen Techno mit ravigen Einschlägen, ohne dabei gängige Klischees zu bedienen. Eine nervös vibrierende Grundfigur und sirrende Rückkopplungen reichen vollends für die gepflegte Abfahrt und auch dem SchwedenTechno-Exkurs "Republic" genügt ein einzelnes StabSignal über schwerem maschinellen Beatgeschütz, um dunkle Kellerclubs auf Betriebstemperatur zu bringen, die später mittels engelsgleich erscheinender Flächen einem sonisch-erlösenden Sonnenaufgang entgegen streben.

Einmal warmgelaufen wird auch die hochperkussive Tribal-Abfahrt "Resolution" auf dem Mainfloor ekstatisch begrüsst, die neben dezenter Säure vor allem gut gelaunte Südamerikanismen in ihrem sich konstant komplex schichtenden Rhythmusgerüst versprüht, während "Rock That Beat" seinem Namen entsprechend den AcidRave-Wahnsinn an die Grenzen zum Hardcore treibt und unter anderem Dank tonnenschwerer Claps jede heruntergekommen Industriehalle in das verwandelt, was sich die Elterngeneration der 90er Jahre nur zu Recht als Kombination aus Hölle, Irrenanstalt und Sodom & Gomorrah unter dem Begriff 'Technoparty' ausgemalt haben mögen – hochgepitcht alberne Vocalsamples inklusive. Grossartig.

Der "G-Fan" bezieht seinen Antrieb eher aus reizvollem Groove und der Fusion von DeepHouse-erprobten Chords mit dezent-blubbernder 303, die in der Blütezeit der Technobewegung auf jedem damaligen House-Floor mit frenetischem Jubel bedacht worden wären, heute jedoch – ohne an Qualität zu verlieren – ein wenig aus der Zeit gefallen wirken.

Endgültig Ambient und meditativ-resonant wird es mit dem Klangschalen-fokussierten "Gong Part 04", der im wahrsten Sinne des Wortes den Endpart des Albums einläutet und Raum lässt für nachfolgende Experimente wie dem flächenschwangeren Eso-Ambient von "Space Invaders" oder dem abschliessend metallischen Drum'n'Bass-Inferno "Hacker", das Jungle-Bässe der alten Schule mit überkomprimiertem Beatgerüst und trancigen Flächen zu einem stimmigen Gesamtbild komponiert.

Wie sagt der Engländer so schön? Nailed it!

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released March 8, 2015

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