SSREXTRA28​-​1

by Sascha Müller

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    Mit dem vorliegenden Digitalrelease legt der unermüdliche Klangschrauber Sascha Müller das mittlerweile achtundzwanzigste - !!! - unbetitelte Album im Rahmen der Supersix Records Extra-Serie vor, die ihren Anfang im November 2012 nahm und, neben weiteren Schauplätzen, ausschliesslich als Outlet für Eigenproduktionen des Uelseners dient, der hier mit insgesamt elf Tracks durchaus über den technoiden Tellerrand hinaus schaut und diese darüber hinaus noch fein alphabetisch sortiert.

    Geht es beim stoisch-dronigen Opener "Telefon" noch um maschinelle Reduktion mit weichen, leicht an DubTechno orientierten Chords, führt der nachfolgende "Television Terror" den geneigten Hörer für kurze 105 Sekunden in durchaus fordernde, experimentelle CutUp-Gefilde weit jenseits jeglicher Tanzflächenorientierung. Diese kehrt jedoch mit der Landung am "Terminal 3" zurück und erbringt den durchaus überraschenden Beweis, dass auch leichtfüssige Ausflüge in Sachen minimal-gehaltenen TechHouse mit dubbigen Zügen mittlerweile zum Repertoire des sonst weitgehend dem härteren Techno und Acid zugewandten Produzenten gehören, während "The Opera" sich irgendwo im weiten Feld zwischen rockigem BigBeat und electrofizierten NuSkoolBreaks tummelt, dabei zwar im Bassbereich leichte Defizite aufweist, die jedoch mit sehr präsenten Stabs und Flangerspielereien ausgeglichen werden und so an die experimentierfreudige US-Breaks-Szene der späten 90er erinnert.

    Das an fünfter Stelle stehende "The System" wiederum interpretiert Acid auf eine sehr rohe, trockene und für Bunkerbeschallung geeignete Weise und auch "The Underground Tube" präsentiert sich seinem Namen entspechend puristisch mit perkussiven Synthies, gefilterten Vocalsnippets und wabernden Sägezahnfrequenzen für die zweite Hälfte der exzessiven Technonacht, die Dank des hypnotischen Leadmotivs hier auf einen neuerlichen Höhepunkt zusteuert. Dieser setzt sich im heftigen, taktversetzten Trommelfeuer des hypnotischen, wenn auch ein wenig oldskooligen "The Worker" fort, der mit seinen hochkomprimierten Drums und leicht zugänglichen Melodien durchaus geeignet scheint, um riesige Hallenraves erbeben zu lassen.

    Dagegen geradezu zurückhaltend erscheint die dunkel-dräuende SciFi-Athmosphäre des weltraumkalten Drone-/ Electro-Hybriden "This Nation", der ob seiner repetetiv-hypnotischen Wirkung durchaus auch auf einschlägigen Labels wie Last Known Trajectory eine Heimat finden könnte. Mit dem schlicht "Tune" betitelten neunten Tune wagt sich Sascha Müller wiederum in ungewohntes Terrain vor und liefert einen rohen, wenn auch unglaublich schubigen Entwurf dessen, was von Steve Bug einst unter dem Begriff Minimal Funk auf den Tanzflächen dieser Welt popularisiert wurde – House Music in ihrer reduziertesten Form, die sich auch im folgenden "Utility" manifestiert, bevor das Album mit gelungenen Chords, warm-organischen Basslines und etwas unausgewogen wirkenden Loungebeats in "Very Comfortal" zu Ende geht.

    Durch die harten stilistischen Brüche bedingt nicht unbedingt das stärkste Werk aus der Müller'schen Klangschmiede, aber dennoch gut für gute 6 von 10 Punkten.

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Mit dem vorliegenden Digitalrelease legt der unermüdliche Klangschrauber Sascha Müller das mittlerweile achtundzwanzigste - !!! - unbetitelte Album im Rahmen der Supersix Records Extra-Serie vor, die ihren Anfang im November 2012 nahm und, neben weiteren Schauplätzen, ausschliesslich als Outlet für Eigenproduktionen des Uelseners dient, der hier mit insgesamt elf Tracks durchaus über den technoiden Tellerrand hinaus schaut und diese darüber hinaus noch fein alphabetisch sortiert.

Geht es beim stoisch-dronigen Opener "Telefon" noch um maschinelle Reduktion mit weichen, leicht an DubTechno orientierten Chords, führt der nachfolgende "Television Terror" den geneigten Hörer für kurze 105 Sekunden in durchaus fordernde, experimentelle CutUp-Gefilde weit jenseits jeglicher Tanzflächenorientierung. Diese kehrt jedoch mit der Landung am "Terminal 3" zurück und erbringt den durchaus überraschenden Beweis, dass auch leichtfüssige Ausflüge in Sachen minimal-gehaltenen TechHouse mit dubbigen Zügen mittlerweile zum Repertoire des sonst weitgehend dem härteren Techno und Acid zugewandten Produzenten gehören, während "The Opera" sich irgendwo im weiten Feld zwischen rockigem BigBeat und electrofizierten NuSkoolBreaks tummelt, dabei zwar im Bassbereich leichte Defizite aufweist, die jedoch mit sehr präsenten Stabs und Flangerspielereien ausgeglichen werden und so an die experimentierfreudige US-Breaks-Szene der späten 90er erinnert.

Das an fünfter Stelle stehende "The System" wiederum interpretiert Acid auf eine sehr rohe, trockene und für Bunkerbeschallung geeignete Weise und auch "The Underground Tube" präsentiert sich seinem Namen entspechend puristisch mit perkussiven Synthies, gefilterten Vocalsnippets und wabernden Sägezahnfrequenzen für die zweite Hälfte der exzessiven Technonacht, die Dank des hypnotischen Leadmotivs hier auf einen neuerlichen Höhepunkt zusteuert. Dieser setzt sich im heftigen, taktversetzten Trommelfeuer des hypnotischen, wenn auch ein wenig oldskooligen "The Worker" fort, der mit seinen hochkomprimierten Drums und leicht zugänglichen Melodien durchaus geeignet scheint, um riesige Hallenraves erbeben zu lassen.

Dagegen geradezu zurückhaltend erscheint die dunkel-dräuende SciFi-Athmosphäre des weltraumkalten Drone-/ Electro-Hybriden "This Nation", der ob seiner repetetiv-hypnotischen Wirkung durchaus auch auf einschlägigen Labels wie Last Known Trajectory eine Heimat finden könnte. Mit dem schlicht "Tune" betitelten neunten Tune wagt sich Sascha Müller wiederum in ungewohntes Terrain vor und liefert einen rohen, wenn auch unglaublich schubigen Entwurf dessen, was von Steve Bug einst unter dem Begriff Minimal Funk auf den Tanzflächen dieser Welt popularisiert wurde – House Music in ihrer reduziertesten Form, die sich auch im folgenden "Utility" manifestiert, bevor das Album mit gelungenen Chords, warm-organischen Basslines und etwas unausgewogen wirkenden Loungebeats in "Very Comfortal" zu Ende geht.

Durch die harten stilistischen Brüche bedingt nicht unbedingt das stärkste Werk aus der Müller'schen Klangschmiede, aber dennoch gut für gute 6 von 10 Punkten.

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released October 3, 2014

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